Germanistische Bibliothek

Band 62:
Rinas, Karsten: Theorie der Punkte und Striche. Die Geschichte der deutschen Interpunktionslehre. 492 S. - Heidelberg: Winter, 2017.
ISBN: 978-3-8253-6800-5

Interpunktionsregeln sind eine spezifische Form der Sprachanalyse; sie operieren mit sprachlichen Kategorien (z. B. ‘Text’, ‘Satz’), und sie müssen auf Anwendungskontexte bezogen werden (z. B. auf grammatische oder semantische Konstellationen). In dieser Studie wird die Entwicklung dieser Sprachanalyse im deutschen Sprachraum verfolgt, wobei die antike Lehre als dominierender Ausgangspunkt gewürdigt wird. Besondere Aufmerksamkeit wird der Genese zentraler analytischer Konzepte gewidmet (etwa ‘Rede’, ‘Periode’ und ‘Satz’). Diese Entwicklungen werden im Kontext der allgemeinen Linguistikgeschichte betrachtet. Zudem wird der Einfluss anderer Disziplinen reflektiert, also Impulse aus Gebieten wie Rhetorik, Stilistik, Poetik, Musiktheorie, Logik und Philosophie. Darüber hinaus werden diese Wandlungen kulturhistorisch verortet. So hat der ‘Geist des Barock’ in der deutschen Interpunktionslehre ebenso seine Spuren hinterlassen wie der Sturm und Drang oder der Deutsche Idealismus.

Inhaltsverzeichnis

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1.   Einleitung S. 19
2.   Schrifttheoretische Aspekte S. 39
3.   Die antiken theoretischen Grundlagen S. 49
4.   Theorie und Praxis der Interpunktion im Mittelalter S. 63
5.   Von der Differenzierung zur Stabilisierung (1450–1700) S. 75
6.   Hierarchie und Kasuistik: Das Zeitalter der Aufklärung S. 125
7.   Die ‘idealistische’ Interpunktionslehre (1800–1850) S. 211
8.   Richtungsstreit und Kodifizierung (1850–1915) S. 261
9.   Streiflichter aus dem 20. Jahrhundert S. 319
10.   Die Geschichte der deutschen Interpunktionslehre: Zusammenfassung S. 385
11.   Grundfragen der Interpunktionslehre S. 397
12.   Schlussbetrachtung S. 407
 
Chronologisches Verzeichnis der ausgewerteten Beiträge zur Interpunktionslehre S. 409
Literaturverzeichnis S. 415
Sachregister S. 481
Personenregister S. 489

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