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Reihe Germanistische Linguistik

Band 271:
Pohl, Thorsten: Studien zur Ontogenese wissenschaftlichen Schreibens. XII/621 S. - Tübingen: Niemeyer, 2007.
ISBN: 978-3-484-31271-5
Dieser Band ist im IDS verfügbar:
[Buch] IDS-Bibliothek: Sig. QF 1153
Alternatives Medium:
E-Book (PDF). Berlin / New York: de Gruyter. ISBN: 978-3-11-094611-6

In den »Studien zur Ontogenese wissenschaftlichen Schreibens« wird das Schreiben von Studierenden als Entwicklungsphänomen perspektiviert. Die generelle These des Buches ist die, dass das studentische Schreiben einem Entwicklungsprozess unterliegt und damit ein sprachliches Erwerbsphänomen bildet wie andere auch (z.B. Schriftspracherwerb, Erzählerwerb). Anhand eines schreibbiographischen Teilkorpus' (mehrerer Seminararbeiten eines Autors) und anhand zweier experimentell erhobener, quantitativer Teilkorpora (Schreibproben aus einem Lückentest und parodistische Einleitungstexte) werden unterschiedliche Teilleistungen der wissenschaftlichen Textproduktion untersucht: wissenschaftliches Formulieren, wissenschaftliches Einleiten, wissenschaftliche Intertextualität, wissenschaftliches Argumentieren und wissenschaftliche Alltagssprache. Die Rekonstruktion der Ontogenese zeigt eine dreiphasige Entwicklungsbewegung auf, in der zunächst die 'Gegenstandsdimension', dann die 'Diskursdimension' und zuletzt die 'Argumentationsdimension' integrativ aufgebaut werden: Die Studierenden beginnen mit einem Stadium starker Gegenstandsbezogenheit, auf das eine Phase folgt, in der es den Autoren zusehends gelingt, den wissenschaftlichen Forschungsdiskurs in ihr Schreiben zu integrieren, bis sie schließlich dazu fähig sind, eine selbstständige wissenschaftliche Argumentation zu entfalten.

Inhaltsverzeichnis

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Zur Einführung S. 1
 
I.   Die 'Debatte' um das wissenschaftliche Schreiben von Studierenden – Instruieren statt Imitieren S. 5
II.   Vorbereitende Schritte – methodische Überlegungen: Textproduktanalyse, Schreibentwicklungsforschung, Wissenschaftslinguistik S. 69
III.   Studien zur Ontogenese wissenschaftlichen Schreibens S. 119
IV.   Die Ontogenese des wissenschaftlichen Schreibens S. 485
V.   Warum es so schwierig ist, Studierenden das wissenschaftliche Schreiben beizubringen – Sieben Dilemmata S. 527
 
Anhang S. 541

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