IDS-Logo

Extern

Linguistik - Impulse & Tendenzen

Band 77:
Welke, Klaus: Konstruktionsgrammatik des Deutschen. Ein sprachgebrauchsbezogener Ansatz. XII/540 S. - Berlin / Boston: de Gruyter, 2019.
ISBN: 978-3-11-061146-5
Dieser Band ist im IDS verfügbar:
[Buch] IDS-Bibliothek: Sig. QA 4639
Alternative Medien:
E-Book (PDF). Berlin / Boston: de Gruyter. ISBN: 978-3-11-061407-7
E-Book (EPUB). Berlin / Boston: de Gruyter. ISBN: 978-3-11-061156-4

Die prototypentheoretische und signifikativ-semantische (semasiologische) Orientierung der Konstruktionsgrammatik (KxG) durch George Lakoff und Adele Goldberg (Berkeley Cognitive Construction Grammar) wird am Beispiel des Deutschen in Richtung auf eine tätigkeitsbezogene (sprachgebrauchsbezogene) Grammatiktheorie ausgebaut, jenseits des Competence-Performance-Dualismus bisheriger Syntaxtheorien. Teil I entwirft eine konstruktionsgrammatische Beschreibung der Grammatik von Sätzen mit einfachen (nicht-komplexen) Prädikaten im Wechselverhältnis von Konstruktion und Projektion (Valenz) unter dem Primat der Konstruktion. Aus diesem Wechselverhältnis erklärt sich die Kreativität der SprecherInnen/HörerInnen beim Operieren mit Argumentkonstruktionen und die Produktivität syntaktischer Strukturen (Konstruktionen). Eingeschlossen ist die Beschreibung der Fusion von Modifikatorkonstruktionen und der Einbettung von Substantivkonstruktionen sowie eine konstruktionsgrammatische Interpretation der Variabilität von Wortfolgen. Im Teil II wird das deklarative Vererbungskonzept der KxG zu Gunsten eines sprachgebrauchsbezogenen Konzepts von Vererbung revidiert. Grammatiktheoretisch zentrale Phänomene wie Passivierung, Medialisierung, Nominalisierung und die Entstehung von Präpositionalobjekt-Konstruktionen und Partikel- und Präfixkonstruktionen werden auf dieser Grundlage als Konstruktionsvererbung erklärt.

Inhaltsverzeichnis

mehr anzeigen
Vorwort S. V
 
1.   Einleitung S. 1
2.   Wort-Satz-Grammatik versus Konstruktionsgrammatik S. 15
I. Konstruktion
3.   Argumentkonstruktion und Argumentrolle S. 59
4.   Die schematischen Argumentkonstruktionen des Deutschen S. 111
5.   Konstruktion und Projektion S. 191
6.   Modifikatorkonstruktion S. 277
7.   Wortstellung S. 283
8.   Substantivkonstruktion S. 325
II. Konstruktionsvererbung
9.   Ein sprachgebrauchsbezogenes Konzept der Konstruktionsvererbung S. 337
10.   Passiv S. 374
11.   Medialkonstruktion S. 406
12.   Argumentfolge und Vererbung S. 427
13.   Weitere Vererbungen in Vorgangskonstruktionen S. 439
14.   Nominalisierung S. 447
15.   Präpositionalobjekt-Konstruktionen S. 466
16.   Partikel- und Präfix-Konstruktionen S. 476
17.   Schlussbemerkung S. 502
 
Literaturverzeichnis S. 511
Personenregister S. 533
Sachregister S. 539