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Duisburger Arbeiten zur Sprach- und Kulturwissenschaft

Band 89:
Kruse, Jan: Das Barcelona-Prinzip. Die Dreisprachigkeit aller Europäer als sprachenpolitisches Ziel der EU. XII/296 S. - Frankfurt am Main / Berlin / Bern / Bruxelles / New York / Oxford / Wien: Lang, 2012.
ISBN: 978-3-631-62349-7
Dieser Band ist im IDS verfügbar:
[Buch] IDS-Bibliothek: Sig. QF 1350

Die Dreisprachigkeit der zukünftigen Europäer (Muttersprache plus 2) ist ein zentrales sprachenpolitisches Ziel der Europäischen Union, das jedoch bislang nicht systematisch bearbeitet wurde. Dies erscheint auf den ersten Blick erstaunlich, da die Frage der Mehrsprachigkeit in Europa in zahlreichen Dokumenten und Analysen zur Sprache kommt. Der Themenbereich dieser Arbeit ist daher vor dem Hintergrund jüngster bildungs- und sprachenpolitischer Kontexte auf nationaler wie auch europäischer Ebene von Bedeutung. Neben einer historischen Betrachtung wird analysiert, inwieweit die europäischen Zielvorgaben in Richtung der potentiellen Dreisprachigkeit aller Europäer umsetzbar sind und wie diese sprachenpolitisch kontextualisiert werden können.

Inhaltsverzeichnis

A. Muttersprache plus 2 – Die Dreisprachigkeitserwartung der Europäischen Union
1.   Problemaufriss S. 1
2.   Forschungsstand und Vorgehensweise S. 5
3.   Relevanz und Zielsetzung S. 11
4.   Terminologie S. 12
B. Politische und rechtliche Grundlagen der EU-Sprachenpolitik
1.   Mehrsprachigkeit als Teil internationaler Sprachenpolitik S. 31
2.   Die sprachenpolitischen Grundlagen der EU S. 40
3.   Rechtsakte und Beschlüsse der EU zur Dreisprachigkeit S. 52
4.   Politische Gründe für das Dreisprachigkeitsziel S. 66
5.   Maßnahmen zur Förderung der Dreisprachigkeit S. 83
C. Form der erwarteten Dreisprachigkeit
1.   Wahl der Fremdsprache S. 94
2.   Kompetenz S. 108
D. Dreisprachigkeit nach der Vorstellung der EU-Sprachenpolitik
1.   Erhalt der sprachlichen Vielfalt S. 118
2.   Förderung der EU-Binnenwirtschaft S. 126
3.   Dreisprachigkeit in der Europäischen Dimension im Bildungswesen S. 143
4.   Europäische Identität und Mehrsprachigkeit S. 148
5.   Förderung der Mobilität S. 164
E. Dreisprachigkeit als Interesse der Nationalstaaten
1.   Interesse an der Verbreitung der Nationalsprache als Fremdsprache S. 174
2.   Der Einfluss Frankreichs S. 180
3.   Die Geschichte des Dreisprachigkeitsziels unter besonderer Berücksichtigung der französischen Sprachpolitik S. 185
F. Die Wirklichkeit der Dreisprachigkeit heute
1.   Beruflich oder biographisch bedingte Dreisprachigkeit S. 192
2.   Dreisprachigkeit in den Institutionen der Europäischen Union S. 198
3.   Aktuelle Anzahl der Fremdsprachensprecher S. 208
4.   Dreisprachigkeit am Beispiel der Schweiz und Indiens: Vorbilder für die EU? S. 222
5.   Die Möglichkeiten der EU-Zielverwirklichung S. 234
6.   Für eine veränderte Politik der Mehrsprachigkeit S. 247
 
Quellenangaben S. 255
Appendix S. 293

Rezensionen

  • Spillner, Bernd (2013): Rezension von: Jan Kruse: Das Barcelona-Prinzip. Die Dreisprachigkeit aller Europäer als sprachenpolitisches Ziel der EU. In: Deutsch als Fremdsprache 50.4. Zeitschrift zur Theorie und Praxis des Faches Deutsch als Fremdsprache. München/Berlin: Langenscheidt. S. 239-240.