Sprache und Wissen

Band 48:
Schnedermann, Theresa: Die Macht des Definierens. Eine diskurslinguistische Typologie am Beispiel des Burnout-Phänomens. 595 S. - Berlin / Boston: de Gruyter, 2021.
ISBN: 978-3-11-072756-2

Dieser Band ist im IDS verfügbar:

[Online] IDS-Publikationsserver: urn:nbn:de:bsz:mh39-106947
Alternatives Medium:
E-Book (PDF). Berlin / Boston: de Gruyter. ISBN: 978-3-11-072783-8

Wo verläuft die Grenze zwischen psychischer Gesundheit und Krankheit, und wie wird diese im öffentlichen und fachlichen Diskurs ausgehandelt und definiert? Die vorliegende Arbeit untersucht am Beispiel des Burnout-Diskurses, mit welchen Sprachgebrauchsformen und kommunikativen Praktiken in Fach-, Medien- und Vermittlungstexten ein spezifikationsbedürftiges Phänomen des Bereichs psychischer Gesundheit und Krankheit definiert wird. Im Mittelpunkt der Analyse steht die Macht diskursiver Praktiken des Definierens und die These, dass sich diese Praktiken nicht nur punktuell in bewussten Definitionshandlungen einzelner Textautor/-innen zeigen, sondern dass Definieren in einem Diskurs auch als teilweise unbewusster, überindividueller, transtextueller Prozess begriffen und analysiert werden muss. Die Exemplifizierung dieser These mündet in ein 11-Punkte-Modell der diskursiven Praxis des Definierens. Durch den diskurslinguistisch-praxeologischen Ansatz eröffnet die Arbeit neue Perspektiven für die linguistische Terminologie- und Definitionsforschung.

Inhaltsverzeichnis

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Danksagung S. VII
Abbildungsverzeichnis S. XV
Tabellenverzeichnis S. XVII
Abkürzungsverzeichnis S. XIX
Anmerkungen zur Notation S. XXI
 
1.   Einführung S. 1
1.   Problemaufriss S. 1
2.   Erkenntnistheoretischer und sprachtheoretischer Rahmen S. 22
3.   Medizinisch-psychologisches Wissen zwischen Realität und (Sprach-)Zeichen S. 50
4.   Untersuchungsmethode: Diskurs(macht) – Wissen – Definition S. 75
5.   Korpora und Charakterisierung der Erscheinungsformen der Texte des Burnout-Diskurses S. 148
6.   Untersuchung: Die Macht des Definierens im Bereich psychischer Gesundheit und Krankheit am Beispiel des Burnout-Diskurses S. 205
7.   Zusammenfassung der Ergebnisse: Analysemodell und Typologie der diskursiven Praxis des Definierens am Beispiel des Burnout-Phänomens S. 456
8.   Literatur und Korpora S. 507
 
Anhang S. 579
Sachregister S. 589

Rezensionen

  • Ni, Xiaoshan (2023): Rezension von Theresa Schnedermann: Die Macht des Definierens. Eine diskurslinguistische Typologie am Beispiel des Burnout-Phänomens. In: Muttersprache 3/133. Wiesbaden: Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS). S. 277-279.