Short Cuts | Cross Media

Band 5:
Jost, Christofer: Musik, Medien und Verkörperung. Transdisziplinäre Analyse populärer Musik. 330 S. - Baden-Baden: Nomos, 2012.
ISBN: 978-3-8329-7226-4

Die Analyse populärer Musik ist traditionell Gegenstand verschiedener Disziplinen. Dies hat die zunehmende Ausdifferenzierung gegenläufiger Analyseparadigmen begünstigt. Sinnbildlich hierfür steht die Aufspaltung in einen musikwissenschaftlichen und einen kulturwissenschaftlichen Forschungszweig. Die Diskrepanz der bestehenden Ansätze manifestiert sich in einer Fülle von Begriffen und Konzepten, von denen Sound, Performance und Gender nur einen ‚prominenten‘ Ausschnitt bilden.

Der Band nimmt den Ist-Zustand dieser vielgestaltigen Analysepraxis zum Anlass, Theorie und Methodologie der populären Musik neu zu ordnen. In diesem Zusammenhang werden Grundbegriffe diskutiert, mit deren Hilfe die gesellschaftliche Realität populärer Musik angemessen beschrieben werden kann. Hierauf aufbauend wird ein transdisziplinäres Analysemodell vorgestellt, das unter Bezugnahme auf medienwissenschaftliche Perspektiven zwischen Musik- und Kulturwissenschaft vermittelt. Anhand einer umfassenden Fallanalyse der irischen Rockband U2 gelangt das neuentwickelte Methodeninstrument zur Anwendung.

Inhaltsverzeichnis

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I. Einführung
S. 9
II. Populäre Musik und ihre Analyse in disziplinärer Reflexion
1.   Musikanalytische Perspektiven S. 25
2.   Kulturanalytische Perspektiven S. 64
3.   Theorien- und Methodenvielfalt zwischen konvergierenden respektive divergierenden disziplinären Strömungen. Vermittlungsperspektiven als Ausblick S. 96
III. Theorie und Methodologie einer transdisziplinären Musikanalyse. Entwurf eines Strukturmodells musikalisch-medialer Verkörperungspraxis
1.   Phänomenale Relevanzen und theoretische Implikationen populärer Musik S. 107
2.   Methodologisch-systematische Neuordnung von Musikanalyse S. 151
IV. Fallanalyse: U2
1.   Einführung in Gegenstand und Vorgehensweise S. 183
2.   Frühes Startum: 1980 bis 1990 S. 187
3.   Super-Startum: 1991 bis heute S. 231
V. Fazit
S. 279
 
Quellenverzeichnis S. 287
Anhang S. 305
Personen- und Sachregister S. 325