studia grammatica

Band 66:
Inaba, Jiro: Die Syntax der Satzkomplementierung. Zur Struktur des Nachfeldes im Deutschen. XV/215 S. - Berlin: Akademie Verlag, 2007.
ISBN: 978-3-05-004431-6

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[Buch] IDS-Bibliothek: Sig. QA 3724
Alternatives Medium:
E-Book (PDF). Berlin / New York: de Gruyter. ISBN: 978-3-05-008729-0

In theoretischen Arbeiten zur Syntax des Deutschen hat der rechte Satzrand bisher wenig Aufmerksamkeit gefunden. Die vorliegende Studie versucht diese Lücke zu schließen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Stellungseigenschaften satzwertiger Ergänzungen, die im Deutschen (im Gegensatz zu anderen Komplementen) postverbal erscheinen. Inaba zeigt, dass die Nachfeldbesetzung nicht als uniformer Prozess zu analysieren ist. Er argumentiert dafür, dass Satzkomplemente in postverbaler Position basisgeneriert werden, während die Endstellung von Relativsätzen als das Resultat einer phonologischen Umstellung betrachtet wird. Dies ermöglicht eine adäquatere Analyse von Problemfällen der deutschen Syntax wie der dritten Konstruktion und dem langen Passiv. Die Sonderstellung von Satzkomplementen, die in vielen OV-Sprachen postverbal erscheinen, wird auf die Wirkungsweise der Mechanismen zurückgeführt, die hierarchische syntaktische Strukturen auf lineare Abfolgen abbilden.

Inhaltsverzeichnis

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Vorbemerkung S. IX
Abstract S. XI
 
1.   Einleitung S. 1
2.   Wortstellung und Kopfparameter S. 5
3.   Die Stellung der Satzkomplemente im Deutschen S. 25
4.   Zur Derivation der dritten Konstruktion S. 55
5.   Zur Extraposition von Relativsätzen im Deutschen S. 97
6.   Zur Analyse der Stellungseigenschaften von Satzkomplementen S. 131
7.   Schlussbemerkungen S. 183
 
Bibliographie S. 185
Index S. 207

Rezensionen

  • Dubenion-Smith, Shannon A. (2009): Rezension von: Jiro Inaba: Die Syntax der Satzkomplementierung. Zur Struktur des Nachfeldes im Deutschen (Studia Grammatica. 66). In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik 76.1. Stuttgart: Steiner. S. 88-90.