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Duisburger Arbeiten zur Sprach- und Kulturwissenschaft

Band 42:
Scholten, Dirk: Sprachverbreitungspolitik des nationalsozialistischen Deutschlands. XVIII/445 S. - Frankfurt am Main / Berlin / Bern / Bruxelles / New York / Oxford / Wien: Lang, 2000.
ISBN: 3-631-37564-6
Dieser Band ist im IDS verfügbar:
[Buch] IDS-Bibliothek: Sig. QF 972

Der Verbreitung der eigenen Sprache messen und maßen die politisch, wirtschaftlich oder wissenschaftlich dominierenden Staaten der Erde aus verschiedenen Gründen größere Bedeutung zu. Hat das Deutsche Reich zwischen 1933 und 1945 auch solche Anstrengungen gemacht? Gab es eine spezifische nationalsozialistische Sprachverbreitungspolitik? Tatsächlich lässt sich eine solche Politik beschreiben, die die Expansionspolitik flankierte. Mit welchen Zielsetzungen betrieben die Nazis die Verbreitung der deutschen Sprache? Welchen Einfluss hatten ideologische Motive auf die Ausprägung einer solchen Politik? Welche Veränderungen lassen sich innerhalb der zwölf Jahre währenden Herrschaftszeit erkennen? Allen diesen Fragen geht diese Untersuchung auf der Grundlage von teilweise unveröffentlichtem Archivmaterial nach. Die Darstellung konzentriert sich auf einige Länderstudien, die exemplarisch untersucht werden. Auf dieser Basis werden die Grundlinien der deutschen Sprachverbreitungspolitik zwischen 1933 und 1945 sichtbar.

Inhaltsverzeichnis

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Vorwort S. V
Verzeichnis der Karten und Tabellen S. XIII
Verzeichnis der Abkürzungen S. XV
A. Forschungsvoraussetzungen, Theorie und Methode
1.   Forschungsstand S. 1
2.   “Was heißt denn Volk?” oder: 'Kultur', 'Nation', 'Nationalismus', 'Politik', 'Rasse' und 'Auswärtiges' – sechs begriffliche Annäherungen S. 4
3.   Terminologie S. 16
4.   Hypothesenkorpus S. 24
5.   Quellenmaterial S. 32
6.   Skizzen der Entwicklung der reichsdeutschen Sprachverbreitungspolitik (SVP) S. 37
B. Empirischer Teil
1.   Institutionen der Sprachverbreitungspolitik S. 61
2.   Luxemburg S. 119
3.   Tschechien und Slowakei S. 134
4.   Ungarn S. 201
5.   Estland, Lettland, Litauen und Weißrußland S. 247
6.   Rußland und Ukraine S. 288
C. Abschließende Überprüfung der Hypothesen
1.   Deklarierte, nicht-deklarierte und geheime SVP S. 339
2.   Politische Instrumentalisierung S. 388
D. Anhang
S. 417
E. Bibliographie
1.   Quellen S. 428
2.   Literaturverzeichnis S. 434