Linguistische Studien des ZISW

Reihe A - Arbeitsberichte

Band 154:
Salevsky, Heidemarie: Probleme des Simultandolmetschens. Eine Studie zur Handlungsspezifik. III/148 S. - Berlin: Akademie der Wissenschaften der DDR, Zentralinstitut für Sprachwissenschaft, 1986.
ISSN: 0138-4694

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[Buch] IDS-Bibliothek: Sig. M 1132

Auszug aus der Einleitung

Das Dolmetschen gehört zu den ältesten menschlichen Tätigkeiten, es läßt sich bis ins 3. Jahrtausend v. u. Z. zurückverfolgen. Das Simultandolmetschen jedoch entstand erst in unserem Jahrhundert (1927) und hat inzwischen – als einzige Art der Sprachmittlung, die nicht mehr Zeit in Anspruch nimmt als die einsprachige Kommunikation – seinen Siegeszug um die Welt angegetreten. Jährlich nehmen Millionen von Menschen an Zehntausenden von Kongressen, Tagungen und Konferenzen teil, auf denen vor allem ins Englische, Russische, Französische, Deutsche, Spanische, Arabische und Chinesische gedolmetscht wird. Ungeachtet dieser weiten Verbreitung ist das Simultandolmetschen die am wenigsten erforschte Subklasse der Sprachmittlung.

Die vorliegende Arbeit ordnet sich daher in das Bemühen ein, theoretische Grundfragen des Simultandolmentschens im Rahmen einer integrativen Theorie der Translation zur Erklärung objektiv realer Prozesse durch die Zusammenfassung der erkannten wesenhaften Beziehungen zu einem System mit den entsprechenden Existenzbedingungen aufzuarbeiten.

Inhaltsverzeichnis

0.   Einleitung S. 1
1.   Eine Standortbestimmung zu Grundfragen der Übersetzungswissenschaft (ÜW) S. 6
2.   Versuch einer Alternative (Plädoyer für ein integratives Translationsmodell) S. 20
3.   Zur Differenzierung von Übersetzen und Dolmetschen S. 37
4.   Zur Definition des Sd S. 39
5.   Zum Stand der Erforschung des Sd S. 39
6.   Zur Handlungsspezifik des Sd S. 42
7.   Durch die Handlungsspezifik des Sd bedingte sprachenpaarspezifische Probleme S. 77
8.   Schlußbetrachtungen S. 112
 
Anmerkungen S. 113
Literaturverzeichnis S. 121
Abkürzungsverzeichnis S. 132