Sprachwissenschaft

Band 62:
Deng, Xiaohua / Wang, Shiyuan: Sprachen und Dialekte in China – eine Klassifikation. Aus dem Chinesischen von Li Jie, Shui Ting, Ute Heilmann, Stephan R. Raab. Ca. 332 S. - Berlin: Frank & Timme, 2024 (erscheint Oktober 2024).
ISBN: 978-3-7329-0993-3

Die in China gesprochenen Sprachen und Dialekte sind so zahlreich wie vielfältig. Sie zu ordnen ist eine Herausforderung, die mit klassischen qualitativen Methoden allein kaum zu bewältigen ist. Die Experten für historische Linguistik DENG Xiaohua und WANG Shiyuan wählen deshalb einen neuen Ansatz: Sie verbinden die Computerlinguistik mit der Genetik. Dank der Kombination computerlinguistischer Analysen mit molekular-anthropologischen Verfahren und etymologischen Ansätzen gelingt ihnen der Durchbruch. Sie können erstmals die genetische Verwandtschaft der Sprachen und Dialekte der sino-tibetischen Sprachfamilie identifizieren und klassifizieren. In diesem Buch präsentieren sie ihre Ergebnisse zur genetischen Sprachverwandtschaft und zu den regionalen Merkmalen der Hmong-Mien-Sprachen, der tibeto-birmanischen Sprachen, der Zhuang-Dong-Sprachen und der Min- und Hakka-Dialekte. Dabei gehen sie auch Fragen nach der Geschwindigkeit und Richtung von Sprachwandel in verschiedenen Epochen auf den Grund.

Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungen S. 9
Linguistische Fachbegriffe S. 9
Vorwort zur deutschen Ausgabe S. 11
Abstract S. 15
 
1.   Einleitung S. 19
2.   Genetische Verwandtschaft und Zeittiefe der Hmong-Mien-Sprachen S. 37
3.   Statistische Klassifikation und Evolution der tibeto-birmanischen Sprachen S. 91
4.   Statistische Klassifikation der Zhuang-Dong-Sprachen und ihre Verwandtschaftsbeziehungen zum Chinesischen und Austronesischen S. 119
5.   Genetische Sprachverwandtschaft und historische Ebenen der Min- und Hakka-Dialekte S. 169
6.   Genetischer Vergleich und regionale Merkmale der Ursprünge des Südchinesischen S. 215
7.   7. Fazit und Ausblick S. 259
 
Literaturverzeichnis S. 273
Anhang S. 283
Epilog S. 323
Zu den Übersetzerinnen und Übersetzern S. 325