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Linguistik - Impulse & Tendenzen

Band 59:
Klann, Juliane: Ikonizität in Gebärdensprachen. XV/167 S. - Berlin / Boston: de Gruyter, 2014.
ISBN: 978-3-11-036838-3
Dieser Band ist im IDS verfügbar:
[Buch] IDS-Bibliothek: Sig. QF 1505
Alternative Medien:
E-Book (PDF). Berlin / Boston: de Gruyter. ISBN: 978-3-11-036555-9
E-Book (EPUB). Berlin / Boston: de Gruyter. ISBN: 978-3-11-039427-6

In der strukturalistisch geprägten Linguistik wird Ikonizität meist als zu vernachlässigendes Randphänomen beschrieben. Diese Einschätzung beruht jedoch vor allem auf Untersuchungen zur Lautsprache. Analysen des gebärdensprachlichen Lexikons belegen hingegen ein hohes Ausmaß an sprachlicher Ikonizität. Es ist deshalb fraglich, ob ihr Status als Randphänomen vor allem an die Grenzen des lautsprachlich genutzten Mediums geknüpft ist, und ob demgegenüber das visuell-gestische Medium einen begünstigenden Einfluss nimmt. Die vorliegende Untersuchung zur Rolle der Ikonizität in Grammatik und Syntax der deutschen Gebärdensprache (DGS) liefert neue Evidenz zur weiteren Aufklärung dieser Fragen. Die Analyse zeigt, dass der Ikonizität gegenüber der Arbitrarität in Gebärdensprachen eine mindestens gleichwertige Rolle zuzuweisen ist und dabei sowohl medienspezifische als auch für Lautsprachen geltende Ikonizitätsprinzipien herrschen. Die Ergebnisse sprechen gegen die Betrachtung der Ikonizität als sprachliches Randphänomen und für ihre Berücksichtigung in der linguistischen Theoriebildung.

Inhaltsverzeichnis

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Vorwort S. VII
 
1.   Einleitung S. 1
2.   Sprachliche Ikonizität S. 4
3.   Die Ausdrucksmittel der deutschen Gebärdensprache S. 20
4.   Zur Rolle der Ikonizität in Gebärdensprachen: Forschungsstand S. 31
5.   Ikonizität des Verbs S. 48
6.   Ikonizität der Nominalformen S. 97
7.   Ikonizität der Adjektivformen S. 101
8.   Ikonizität von Funktionswörtern S. 105
9.   Ikonizität in syntaktischen Gefügen S. 114
10.   Ikonizität in der deutschen Gebärdensprache im Vergleich zu anderen Gebärdensprachen S. 125
 
Literaturverzeichnis S. 139
Anhang S. 155