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Linguistik - Impulse & Tendenzen

Band 36:
Anders, Christina Ada: Wahrnehmungsdialektologie. Das Obersächsische im Alltagsverständnis von Laien. X/466 S. - Berlin / New York: de Gruyter, 2010.
ISBN: 978-3-11-022133-6
Dieser Band ist im IDS verfügbar:
[Buch] IDS-Bibliothek: Sig. QC 622
Alternatives Medium:
E-Book (PDF). Berlin / New York: de Gruyter. ISBN: 978-3-11-022134-3

Dialekträume werden wahrnehmungsdialektologisch als kognitive Räume gesehen, die sich durch linguistische, geographische und sozio-kulturelle Konzeptualisierungen konstituieren. Die Wahrnehmungsdialektologie bildet theoretisch wie methodisch eine multidisziplinäre Schnittstelle zwischen linguistischer Substandardforschung, Laienlinguistik und einzelnen Aspekten der Wahrnehmungswissenschaften, in denen die laienlinguistischen Wahrnehmungen von regionalen Sprechweisen als subjektive Strukturen des Alltagswissens beschrieben und erklärt werden.
Gegenstand dieser Untersuchung sind die theoretische Fundierung, methodische Modellierung und empirische Erhebung der Konzeptualisierungen zum Obersächsischen aus der Sicht linguistischer Laien. Dazu wurden in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Südbrandenburg im Rahmen einer umfangreichen Pilotstudie jeweils 30 Probanden befragt. Dabei kann aus den Ergebnissen das enorme Potenzial von Laiendaten für die Dialektologie, sowohl im Hinblick auf die heutige Bewertung als auch auf die vielfältigen Strategien der Umdeutung internalisierter sprachbezogener und außersprachlicher Merkmale des Obersächsischen, abgelesen werden.

Inhaltsverzeichnis

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1.   Einleitung S. 1
2.   Wege der Dialektologie S. 7
3.   Theoretische Fundierung und Modellbildung S. 56
4.   Aufbau und Durchführung der Untersuchung S. 117
5.   Ergebnisse und Interpretation S. 181
6.   Fazit S. 383
 
Abbildungsverzeichnis S. 401
Tabellenverzeichnis S. 405
Bibliographie S. 411
Anhang S. 438

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