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Linguistische Arbeiten

Band 410:
Lang, Jürgen / Neumann-Holzschuh, Ingrid (Hrsg.): Reanalyse und Grammatikalisierung in den romanischen Sprachen. VII/209 S. - Tübingen: Niemeyer, 1999.
ISBN: 3-484-30410-3
Dieser Band ist im IDS verfügbar:
[Buch] IDS-Bibliothek: Sig. NA 622
Alternatives Medium:
E-Book (PDF). Berlin / New York: de Gruyter. ISBN: 978-3-11-092482-4

Im Rahmen der in den vergangenen Jahren immer intensiver geführten Debatte über die Wege und Prozesse des Sprachwandels kommt den Begriffen Grammatikalisierung, Reanalyse bzw. Reinterpretation ein besonderer Stellenwert zu. Es hat allerdings den Anschein, als ob in bezug auf die Begrifflichkeit ein gewisses Maß an Konfusion herrscht. Sind Grammatikalisierung und Reanalyse einander ausschließende oder ergänzende Begriffe? Inwieweit implizieren Grammatikalisierungsprozesse Reanalyse und was unterscheidet beide Prozesse voneinander? Ausgehend von konkreten Beispielen aus den romanischen Sprachen nähern sich die Beiträge dieses Sammelbandes, der aus der Sektion »Zwischen Lexikon und Grammatik. Reanalyse in den romanischen Sprachen« beim Romanistentag in Jena 1997 hervorgegangen ist, der Fragestellung aus unterschiedlichen Richtungen. Neue Einsichten in die beiden Sprachwandelprozessen zugrunde liegenden kognitiven und sprachlichen Mechanismen vermitteln insbesondere diejenigen Beiträge, die Reanalyse und Grammatikalisierung mit Hilfe semantisch-pragmatischer Kriterien analysieren.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort S. VII
 
Lang, Jürgen / Neumann-Holzschuh, Ingrid:
  Reanalyse und Grammatikalisierung
Zur Einführung in diesen Band
S. 1
Waltereit, Richard:
  Reanalyse als metonymischer Prozeß S. 19
Detges, Ulrich:
  Wie entsteht Grammatik?
Kognitive und pragmatische Determinanten der Grammatikalisierung von Tempusmarkern
S. 31
Kaiser, Georg A.:
  Sprachwandel durch Reanalyse und Parameterwechsel
Kritische Betrachtungen generativer Sprachwandeltheorien am Beispiel der Entwicklung der Verbstellung im Französischen
S. 53
Mitko, Julia:
  Zur Herausbildung einer formalen Aspektopposition auf der temporalen Nullstufe
être en train de + Infinitiv als teilgrammatikalisierte Verlaufsform des Gegenwartsfranzösischen
S. 75
Schäfer-Prieß, Barbara:
  Lateinische und romanische Periphrasen mit 'haben' und Infinitiv: zwischen 'Obligation', 'Futur' und 'Vermutung' S. 97
Krefeld, Thomas:
  Agens mit Leib und Seele
Zur Grammatikalisierung romanischer Adverbbildungen
S. 111
Stark, Elisabeth:
  Französische Voranstellungsstrukturen – Grammatikalisierung oder universale Diskursstrategien? S. 129
Pusch, Claus D.:
  Reanalyse von Spaltsatzkonstruktionen und grammatikalisierte Prädikationsexplizierung
Zur Entwicklung des Enunziativs que im Gaskognischen
S. 147
Schrott, Angela:
  "Nous aurons entendu cela."
Temporalität und Modalität – zur Dynamik der Kategorienorganisation beim futur antérieur
S. 161
Véronique, Daniel:
  L'émergence de catégories grammaticales dans les langues créoles: grammaticalisation et réanalyse S. 187

Rezensionen

  • Fuß, Eric (2002): Rezension von: Jürgen Lang & Ingrid Neumann-Holzschuh (Hg.): Reanalyse und Grammatikalisierung in den romanischen Sprachen. In: Linguistische Berichte 192. Hamburg: Buske. S. 485-493.