Grundlagen der Germanistik

Band 53:
Berndt, Frauke / Tonger-Erk, Lily: Intertextualität. Eine Einführung. Mit einer Auswahlbiographie von Sebastian Meixner. 292 S. - Berlin: Schmidt, 2013.
ISBN: 978-3-503-13758-9

Kein literarischer Text entsteht aus dem Nichts. Vielmehr führt die Literaturgeschichte auf den Schauplatz der Weltliteratur, auf dem wir in jedem schriftlich überlieferten Text auf mehr oder weniger sichtbare Spuren anderer Texte stoßen. Punktgenau werden sie zitiert oder im Ganzen weiter-, wieder- und umgeschrieben.
Mit der dabei entstehenden Bedeutung haben sich bereits die Rhetorik und vor allem die Philologie unter dem Stichwort der Einflussforschung beschäftigt, bevor im 20. Jahrhundert der Intertextualitätsbegriff geprägt worden ist.
Die klassischen Intertextualitätstheorien werden in der Postmoderne weiterentwickelt. Dabei spielen sowohl feministische und gendertheoretische als auch postkolonialistische Zugänge zunehmend eine wichtige Rolle. Weil aber auch Bilder, Filme, Musik und Texte – analoge wie digitale – in literarischen Texten ihre Spuren hinterlassen, bilden die Intertextualitätstheorien heute eine Schnittmenge mit den Intermedialitätstheorien. Dabei öffnen sich immer wieder Fenster zur Kultur, so dass Text-Kontext-Theorien das Spektrum ergänzen.

Inhaltsverzeichnis

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1.   Einleitung S. 7
2.   Grundlagen S. 17
3.   Einflussforschung S. 63
4.   Typologien S. 99
5.   Intermedialität S. 157
6.   Text und Kontext S. 229
 
Forschungsliteratur S. 257
Abbildungsverzeichnis S. 285
Personenregister S. 287