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Duisburger Arbeiten zur Sprach- und Kulturwissenschaft

Band 8:
Van Doorslaer, Luc (Hrsg.): Niederländische Literatur im Spiegel niederländischer Kultur. Aufsätze zur Gastprofessur von Prof. Dr. Marcel Janssens (Universität Löwen) in Duisburg, Sommersemester 1988. 552 S. - Frankfurt am Main / Berlin / Bern / New York / Paris / Wien: Lang, 1990.
ISBN: 3-631-41753-5

Der Terminus 'Niederländische Literatur' als Gesamtbegriff für die literarische Produktion sowohl der Niederlande als auch des niederländischsprachigen Teils Belgiens (Flandern) ist auch in akademischen Kreisen noch nicht sehr weit vorgedrungen. Während seiner Gastprofessur an der Universität-Gesamthoch- schule-Duisburg im Sommersemester 1988 widmete Prof. Dr. M. Janssens der Universität Löwen seine Veranstaltungen vor allem der Bekanntmachung der niederländischen Literatur in der Bundesrepublik. Wichtige Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts (etwa Multatuli, Timmermans, Boon, Mulisch, Claus) werden in den hier gesammelten Beiträgen behandelt. Sie werden außerdem von Aufsätzen anderer Autoren aus den Niederlanden, der BRD, Belgien und Polen ergänzt.

Inhaltsverzeichnis

I. Vorwort
Die Entstehung dieses Bandes S. 7
II. Ansprachen
Oscar de Wandel, Nederlandse Taalunie S. 13
Fred Racké, Niederländische Botschaft, Bonn S. 17
Adelin De Buck, Belgisches Haus, Köln S. 19
III. Aufsätze Marcel Janssens
Der unbekannte Nachbar (Eröffnungsrede) S. 23
Niederländisch und Niederlandistik in der Welt S. 41
Wo bleibt der Nobelpreis? S. 67
Der Wiedererkennbarkeitsfaktor (Flandern und die Niederlande) S. 93
Multatuli im deutschen Sprachraum S. 113
“Max Havelaar”, ein aktuelles Buch S. 127
Multatulis Meisterwerk S. 137
Das Thema des Zweiten Weltkriegs in der zeitgenössischen niederländischen Literatur S. 157
Ein Roman in einer Nußschale (Der Prolog zu “Da aanslag” von Harry Mulisch) S. 173
Vom Löwen bis zum Kummer von Flandern (Flämisches Bewußtsein in der Literatur) S. 185
Christus zwischen den Zeilen (Über christliche Elemente im flämischen Roman nach 1945) S. 199
Der Beitrag der Westflamen zu der niederländischen Literatur (von Jacob von Maerlant bis André Demedts) + Anhang: Hugo Claus und Westflandern S. 221
Eine Feder in die Stille getaucht (Felix Timmermann und das Schweigen) S. 245
Was bedeutet “Pallieter” heute noch? S. 265
“De Witte” steadyseller S. 279
Ein Orientierungsplan zu “De Kapellekensbaan” (Zum Angedenken an Louis-Paul Boon) S. 289
Hugo Claus und Hiëronymus Bosch S. 301
Charlie Parker in der niederländischen Literatur S. 315
Über Personen in erzählenden Texten S. 331
Bekanntmachung mit der Multi-Ich-Erzählung S. 351
Die Multi-Ich-Erzählung (Ein Forschungsentwurf) S. 367
George Orwell und andere Antiutopien S. 381
Wort und Bild: Konkurrenten oder Partner? S. 401
Pascal und Pascal (Über Humanwissenschaften und Kultur) S. 423
Beiträge anderer Autoren
Morciniec, Norbert:
  Zur Rezeption der “Elckerlijcspiels” im 16. Jahrhundert (Das niederländische “Jedermannspiel” und seine geographische und ideologische Ausweitung) S. 439
Heintz, Günter:
  Wienbargs Holland-Buch S. 451
Koning, Henk:
  Einige Spuren bekannter und weniger bekannter Autoren in Multatulis “Woutertje Pieterse” S. 471
Van Doorslaer, Luc:
  Die simplifizierte Konfrontation (Belgische und flämische Literatur in traditionellen deutschen Zeitschriften am Anfang des 20. Jahrhunderts (1897-1918)) S. 481
Van Uffelen, Herbert:
  Die Poetik von “De heilige gramschap” von Maurice D'Haese und das Engagement von “Tijd en Mens” S. 491
Boven, Jos:
  Über die kommunikative Struktur fiktionaler Texte S. 511
Gillaerts, Paul:
  Erik Van Ruysbeek: Metaphysische Übungen S. 523
Van Doorslaer, Luc:
  Gedächtnis und Erinnerung (Jeroen Brouwers als großniederländisches Symbol?) S. 537
V. Soziolkulturelle Liste mit Erklärungen
S. 547
VI. Erstveröffentlichungen
S. 551