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Konvergenz und Divergenz

Sprachvergleichende Studien zum Deutschen

Band 8:
Mertins, Barbara: Sprache und Kognition. Ereigniskonzeptualisierung im Deutschen und Tschechischen. XI/297 S. - Berlin / Boston: de Gruyter, 2018.
ISBN: 978-3-11-055789-3, Preis: 99,95 €
Dieser Band ist im IDS verfügbar:
[Buch] IDS-Bibliothek: Sig. MB 2050
Alternative Medien:
E-Book (PDF). Berlin / Boston: de Gruyter. ISBN: 978-3-11-061574-6
E-Book (EPUB). Berlin / Boston: de Gruyter. ISBN: 978-3-11-061580-7

Ist unser Denken und somit die Weltsicht für alle Menschen gleich oder sprachspezifisch? Auf diese uralte Fragestellung, der bereits Wilhelm von Humboldt nachgegangen ist, gibt dieses Buch eine eindeutig bejahende Antwort: Unsere Weltanschauung wird durch die Grammatik der eigenen Muttersprache(n) geprägt, sodass Menschen Ereignisse sprachspezifisch wahrnehmen, versprachlichen und auch erinnern. Diese grundlegenden Erkenntnisse sind durch den hier gewählten experimentellen Zugang psycholinguistischer Methoden (z.B. Eye-Tracking) erstmalig möglich. Der Einfluss von Sprache auf Kognition erweist sich darüber hinaus für Sprachkontakt als extrem relevant. Infolge des über Jahrhunderte andauernden Sprachkontakts zwischen dem Deutschen und Tschechischen hat sich das Aspekt-System des Tschechischen dahingehend geändert, dass die Ereigniskonzeptualisierung im Tschechischen wie im Deutschen verläuft und das Tschechische sich systematisch von anderen ost- und westslawischen Sprachen absetzt.

Inhaltsverzeichnis

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Danksagung S. 1
 
1.   Einleitung S. 3
2.   Aspekt-Terminologie sprachvergleichend: Konsequenzen für den Zweitspracherwerb S. 35
3.   Zur Verwendung der perfektiven Präsensform im heutigen Tschechisch S. 63
4.   Zur Unterscheidung zwischen west- und ostslawischen Aspektsystemen S. 85
5.   Wie grammatikalisierte Kategorien die Ereigniskonzeptualisierung für die Sprachproduktion prägen: Erkenntnisse aus Sprachanalysen, Messungen der Augenbewegungen und Gedächtnisleistungsexperimenten S. 93
6.   Zum Einfluss des Deutschen auf das Tschechische: Die Effekte des Zeitdrucks auf die Sprachproduktion S. 133
7.   Denken L2-Sprecher in ihrer Muttersprache, wenn sie die L2 sprechen? S. 157
8.   Die Rolle des grammatischen Aspekts in der Ereignisenkodierung: Ein Vergleich zwischen tschechischen und russischen Lernern des Deutschen S. 189
9.   Einflüsse des Deutschen auf das Tschechische: Ein Sprachvergleich aus der Lernerperspektive S. 217
10.   Fazit und Ausblick S. 241
11.   Literatur S. 247
12.   Abkürzungsverzeichnis S. 265
13.   Anhang S. 267
14.   Sachregister S. 295