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Jahrbuch des Instituts für Deutsche Sprache

Jahrbuch 2008:
Konopka, Marek / Strecker, Bruno (Hrsg.): Deutsche Grammatik - Regeln, Normen, Sprachgebrauch. X/378 S. - Berlin / New York: de Gruyter, 2009.
ISBN: 978-3-11-020956-3, Preis: 99,95 EUR

[Buch] Dieses Jahrbuch ist in der IDS-Bibliothek verfügbar: Signatur QA 3860/c

Die Sorge um die deutsche Sprache füllt Säle. Wer Sprachdummheiten anmahnt, kann sich des Beifalls jener sicher sein, die sich sprachlich überlegen sehen. Selten wird die Frage gestellt, welchen Status grammatische Regeln haben. Tatsächlich ist keineswegs klar, was als korrektes Deutsch gelten kann. Wie ist das Deutsche zu fassen? Wer bestimmt, was als korrekt gelten soll? Die 44. Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache suchte zur Klärung solcher Fragen beizutragen. Der vorliegende Band dokumentiert, wie die deutsche Grammatik im Spannungsfeld von Regel, Norm und Sprachgebrauch auf der Tagung aufgearbeitet wurde: Zunächst stehen die theoretischen Aspekte der Problematik auf dem Prüfstand. Danach werden grammatische Normen und der Umgang mit diesen in der Öffentlichkeit fokussiert. Im nächsten Themenblock stehen grammatische Variation in ihrem Verhältnis zur Norm und konkrete Phänomene der Morphologie, Syntax und Prosodie zur Diskussion. Die Betrachtung des Grammatikunterrichts und der Grammatikschreibung vervollständigt das Bild, das durch einen Blick auf die Normativität in Frankreich zusätzlich in einen größeren Kontext gestellt wird. Der Band schließt mit einer Zusammenfassung der Podiumsdiskussion, welche den Schlusspunkt der Tagung bildete.

Inhaltsverzeichnis:


Konopka, Marek / Strecker, Bruno:
  Vorwort S. VII
Eichinger, Ludwig M.:
  Eröffnung S. 1
Theoretische Grundlagen
Keller, Rudi:
  Konventionen, Regeln, Normen. Zum ontologischen Status natürlicher Sprachen S. 9
Heringer, Hans Jürgen:
  Ist das Deutsche grammatisch zu fassen? S. 23
Kupietz, Marc / Keibel, Holger:
  Gebrauchsbasierte Grammatik: Statistische Regelhaftigkeit S. 33
Grammatische Normen - Einsichten und Ansichten
Eisenberg, Peter:
  Richtig gutes und richtig schlechtes Deutsch S. 53
Eisenberg, Peter:
  Schweigt stille, plaudert nicht. Der öffentliche Diskurs über die deutsche Sprache S. 70
Seibert, Thomas-Michael:
  Rechtsnormen als Sprachnormen S. 88
Moritz, Rainer:
  Hier schreib' ich und ich kann nicht anders. Vom Umgang der Literatur mit Grammatiknormen S. 102
Grammatische Variation und Norm
Hundt, Markus:
  Normverletzungen und neue Normen S. 117
Klein, Wolf Peter:
  Auf der Kippe? Zweifelsfälle als Herausforderung(en) für Sprachwissenschaft und Sprachnormierung S. 141
Wiese, Bernd:
  Variation in der Flexionsmorphologie: Starke und schwache Adjektivflexion nach Pronominaladjektiven S. 166
Di Meola, Claudio:
  Rektionsschwankungen bei Präpositionen - erlaubt, verboten, unbeachtet S. 195
Lotze, Stefan / Gallmann, Peter:
  Norm und Variation beim Konjunktiv II S. 222
Raffelsiefen, Renate:
  Variationsquellen in der Wortprosodie S. 240
Breindl, Eva:
  Fehler mit System und Fehler im System. Topologische Varianten bei Konnektoren S. 274
Ein Blick in die Praxis und über die Grenzen
Häcker, Roland:
  Wie viel? Wozu? Warum? Grammatik in der Schule S. 309
Zifonun, Gisela:
  Zum Sprachverständnis der Grammatikographie: System, Norm und Korpusbezug S. 333
Dalmas, Martine:
  Richtiges Deutsch - richtig deutsch? Normativität in französischer und deutscher Grammatik S. 355
Podiumsdiskussion:
  Wem gehört die deutsche Sprache? Wer kann, wer darf, wer soll über sie befinden? S. 376

Rezensionen:

  • Solfjeld, Kåre (2011): Rezension von: Marek Konopka / Bruno Strecker (Hg.): Deutsche Grammatik - Regeln, Normen, Sprachgebrauch. In: Deutsch als Fremdsprache 48.2. Zeitschrift zur Theorie und Praxis des Deutschunterrichts für Ausländer. S. 124-126 - München: Langenscheidt. (Deutsch als Fremdsprache 48.2)