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Germanistische Bibliothek

Band 64:
Bergmann, Rolf / Stricker, Stefanie (Hrsg.): Namen und Wörter. Theoretische Grenzen – Übergänge im Sprachwandel. 262 S. - Heidelberg: Winter, 2018.
ISBN: 978-3-8253-6899-9

Die Beiträge in diesem Band gehen auf Vorträge bei der Tagung “Namen und Wörter. Theoretische Grenzen – Übergänge im Sprachwandel” zurück, die im Oktober 2017 an der Universität Bamberg stattgefunden hat. Sie lassen sich vier übergreifenden Themenbereichen zuordnen. Zunächst stehen begriffliche und terminologische Aspekte im Vordergrund des Interesses, was sich besonders an einem Terminus wie “Gattungseigenname” ablesen lässt. Auch der von der Linguistik abweichende allgemeine Sprachgebrauch, in dem Appellative als Namen bezeichnet werden (Monatsnamen, Pflanzennamen usw.), wird berücksichtigt. Die Übergangsphänomene der Onymisierung und Deonymisierung bilden einen zweiten Schwerpunkt. Die Unterscheidung von Wort und Name ist aber auch in praktischen Forschungszusammenhängen wie in der Lexikographie relevant, und sie hat schließlich auch graphische Aspekte, und zwar in der gegenwärtigen Orthographie und in historischen Quellen. Der Band kann keine erschöpfende systematische Darstellung der gesamten Problematik bieten, er greift aber wichtige theoretische Aspekte und manche empirischen Befunde auf und fördert damit hoffentlich die weitere Forschungsdiskussion.

Inhaltsverzeichnis

Bergmann, Rolf / Stricker, Stefanie:
  Einleitung S. 9
Begriffliche und terminologische Aspekte
Nübling, Damaris:
  Vom Oden- in den Schwarzwald, von Eng- nach Irland?
Zur Abgrenzung von Gattungseigennamen und reinen Eigennamen
S. 11
Wich-Reif, Claudia:
  Kalendarien/Kalender: Wochentags-, Monats- und Festtagsbezeichnungen als terminologisches Problem S. 33
Beer, Christina:
  Kalter Krieg und Kalte Kriege
Die Stellung von Ereignisnamen im onymischen System des Deutschen
S. 49
Onymisierung und Deonymisierung
Filatkina, Natalia / Moulin, Claudine:
  Kreativer Sprachgebrauch im Spannungsfeld zwischen Proprialisierung und Deonymisierung: Fallstudien aus der Reformationszeit S. 61
Graf, Martin Hannes:
  Namenwerdung, Namenbildung, Namengebung
Thesen zur historischen Bewertung von Eigennamen
S. 79
Casemir, Kirstin:
  Wonet up dem damme – in antiqua villa Wellede oder vom Problem der Abgrenzung von Name und Appellativ in historischen Quellen S. 87
Vennemann, Theo (gen. Nierfeld):
  Der Name der Stadt Basel S. 97
Namen und Wörter in der Lexikographie
Klosa, Annette:
  Name und Wort bei der Informationssuche im Internet aus Nutzersicht S. 109
Kremer, Anette:
  Fremdnamen in Fremdwörterbüchern
Lexikographische Inkonsequenz oder gute humanistische Tradition?
S. 119
Schoonheim, Tanneke:
  Panama, Paddenpoel, Popswoude and Poederooijen
Geographical names in the historical dictionaries of Dutch
S. 145
Bergmann, Rolf / Stricker, Stefanie:
  “Eigennamen sind nicht berücksichtigt.”
Zwei Statements zur Praxis der althochdeutschen Lexikographie
S. 171
Graphische Unterscheidung von Wörtern und Namen
Nerius, Dieter:
  Der Eigenname in der gegenwärtigen deutschen Orthografie S. 193
Ewald, Petra:
  Anführungszeichen bei Namen S. 203
Blosen, Hans / Pors, Harald:
  Groß- und Kleinschreibung in Hans Sachs' und Jost Ammans “Ständebuch”
Vergleich der handschriftlichen Fassung und der beiden Druckfassungen von 1568 und 1574
S. 225
Götz, Ursula / Braun, Hellmut:
  Zur Groß- und Kleinschreibung von Familiennamen im Frühneuhochdeutschen S. 237
Nievergelt, Andreas:
  Namen im textleeren Raum S. 249