Als "Fachinformationszentrum DaF" wird das Internet auch im deutschsprachigen Raum zunehmend genutzt: einzelne Autoren machen ihre Publikationen und Materialien zu Lernen mit Neuen Medien online verfügbar, die meisten Verbände und Organisationen unterhalten einen online-Informationsservice. Der Fachverband Deutsch als Fremdsprache, dessen Web-Seite bisher noch nicht viel mehr als die Adresse enthält, ist für den Status quo eher untypisch.[32] Eher zögerlich ist auch die Nutzung durch Verlage: Von den fünf in Deutschland erscheinenden DaF-spezifischen Periodika (InfoDaF, Deutsch als Fremdsprache, Zielsprache Deutsch, Fremdsprache Deutsch und Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache) sind nur InfoDaf und das Jahrbuch ab Bd. 15 mit Angabe von Autor und Titel der Beiträge online, InfoDaf online bietet auch Abstracts.
Die "Datenbank Deutsch als Fremdsprache" des Goethe-Instituts, die seit 1992 in einer Datenbank- und einer (speicherplatzsparenden) Volltext-Version als Shareware auf Disketten angeboten wird, mit zwei Updates pro Jahr, wird in Teilen zurzeit auf eine Version für online-Recherche umgestellt. Die Datenbank dokumentiert den Stand von DaF in ca. 80 Ländern (Schule, Hochschule, Lehrerausbildung), enthält weltweite Adressen von DaF-Organisationen, Experten, Verlagen, bietet bibliographische Nachweise (verschlagwortet und mit Abstracts) zu Fachliteratur und Lehrmitteln einschließlich unveröffentlichter Literatur - insgesamt über 15.000 Titel - und liefert kapitelweise Lehrwerkanalysen. Die meisten Artikel können über einen Kopierdienst (gebührenpflichtig) beschafft werden. Bei Manuskriptabschluss waren mehrere Komponenten bei der "Virtual Call Library" in Sussex zugänglich: die vielen Lehrern als Print-Publikation vertraute "Arbeitsmittelliste für den Deutschunterricht an Ausländer" mit Vollformen-Index und thematischem Index, eine alphabetisch geordnete indizierte Sammlung von Mikro-Artikeln zu landeskundlichen Stichwörtern von "Ärztliche Versorgung" bis "Zwangsvollstreckung" und die Wortschatzliste zum Zertifikat DaF.
Eine umfangreiche DaF-Bibliographie findet sich beim Zusatzstudiengang DaF der Universität Mainz (zusammengestellt von Eva-Maria Willkop). Eine Sammlung von Web-Bibliographien zu verschiedenen linguistischen Teilgebieten und zu Hypermedia bietet das Institut für deutsche Sprache (Katrin Freese). An der Universität Frankfurt/Oder gibt es eine Bibliographie-Datenbank zu Interkultureller Wirtschaftskommunikation mit englischen Abstracts (Suominen/Hennecke/Nowak), am IIK Düsseldorf die vorbildlich kommentierte Webliographie Wirtschaftsdeutsch (Jung/ Riechert). Bibliographien zu C-Test (Rüdiger Grotjahn) und zu Sprachenlernen im Tandem (Helmut Brammerts) bietet die Sprachlehrforschung Bochum. Hinweise zum Procedere bei online-Literaturrecherche gibt es auf der Pekinger Homepage der DAAD-Lektoren. [33]
Die Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht, herausgegeben in Alberta mit einem Spiegel in Chemnitz, ist das einzige deutschsprachige rein elektronische Fachperiodikum. ZIF verfügt über eine ISSN-Nummer und ein editorial board und erfüllt so nicht nur alle Ansprüche einer seriösen Fachzeitschrift, sondern bietet darüber hinaus auch medienspezifische Vorzüge wie Hypertext-Struktur der Beiträge mit textinternen und -externen Links sowie die Möglichkeit des pre-prints, d.h. des Vorabdrucks von noch nicht begutachteten Artikeln zu Diskussionszwecken.
"Language Learning and Technology: A journal for second and foreign language educators" (Nr. 1/ Juli 1997) setzt den thematischen Schwerpunkt (alle Formen des Einsatzes von Neuen Medien im Dienste des Fremdsprachenunterrichts) konsequent in Form um und hat als reines elektronisches Periodikum mit Ausnahme einer pre-print-Möglichkeit ebenfalls Eigenschaften wie die ZIF.
Daneben gibt es derzeit online noch zwei kleinere englischsprachige Periodika zu Sprache und online-Lernen und eine noch nicht sehr ausgereifte Zeitschrift für den elektronischen Unterricht beim IDV. Der Essener LINSE-Server bietet eine gute Zusammenstellung von E-Journalen zur Linguistik, einen Abstract-Dienst unterhält ein CALL-Server in den Niederlanden.
Im elektronischen Publizieren dürfte ein gewaltiges Zukunftspotential liegen: da heute das Gros der Autoren Manuskripte selbst in digitaler Form erstellt, können durch direkte Veröffentlichung dieser Daten oder elektronische Manuskriptübernahme und Veröffentlichung in einer elektronisch "angereicherten" Form (Lay-out, Dokumentengestaltung) im Netz Rationalisierungseffekte erzielt werden wie Verkürzung von Publikationszeiten,[34] Kostensenkung[35] bei der Herstellung, Reduzierung des Korrekturaufwands und der Kosten für Vertrieb. Von Seiten des Lesers/Nutzers spricht besonders die leichte und - je nach Abonnementbedingungen - kostengünstige Verfügbarkeit für das Internet als Publikationsort. Für Autor wie Leser bietet die Hypertext-Struktur Mehrwerte gegenüber dem traditionellen Buchmedium (vgl. Kuhlen 1991). Diesen Vorteilen stehen einstweilen noch Nachteile gegenüber wie etwa die geringere öffentliche Akzeptanz von Internet-Publikationen gegenüber Print-Publikationen, ihre Flüchtigkeit (littera scripta manet!) und daraus resultierende Unklarheiten in der Copyright-Frage bei Weiterverarbeitung und Zitieren oder die Gefahr des Aushöhlens von Autorenrechten durch die leichte Verfügbarkeit für Dritte. Einer der Haupteinwände gegen online-Publizieren, es führe zu einer ungefilterten Publikationsflut, in der sich Proseminararbeiten mit "seriösen" Artikeln mengen, kann durch Einrichtung von spezifischen Internet-Publikationsorganen und gezielte Maßnahmen der Qualitätssicherung wie Herausgeber und Gutachterverfahren entkräftet werden.
Im Unterschied zu Artikeln in diesen elektronischen Zeitschriften sind die nachfolgend genannten Beiträge zum Thema "(Sprachen) Lernen mit Neuen Medien" nicht begutachtet und nicht professionell redigiert, sondern von den Autoren selbst, sozusagen "im Eigenverlag" ins Netz gestellt. Da somit eine Qualitätssicherung entfällt, sind die Beiträge auch von recht unterschiedlicher Qualität. Neben stichwortartigen Tipps zum Umgang mit Internet im DaF-Unterricht (Deutsche Welle o.J., Gölz 1997), Werkstattberichten von Internet-Kursen (Holzinger et al. 1996, Rosen 1996, Schlabach 1997), abgedruckten Vorträgen zu Web-Technologie (Bush 1996) oder zu Lernen mit interaktiven Medien (Wazel o.J.) finden sich auch ausführliche Dokumentationen von Projekten und Forschungsvorhaben Schmitz (1996), Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (o.J.) zum Aufbau einer Rezensionsdatenbank für Sprachlernsoftware, Steiger (o.J.) zur Evaluation von online-Sprachkursen). Ein guter Hypertext mit vielen Beispielen und intra- wie extratextuellen Links ist Prokop (o.J.).
Für weitere Fachinformationen, wie etwa Kongresskalender, Fortbildungs-Seminare, Sommerkurse sind immer auch die Internet-Adressen von Goethe-Institut, IDV, AATG, DAAD dienlich. Auch in Bezug auf alle Aspekte eines Hochschulstudiums in Deutschland ist das Internet für Studierende und beratende Lektoren im Ausland eine bequemere Informationsquelle als entsprechende Broschüren. Neben den einzelnen Hochschul-Servern ist hierfür der DAAD die beste Adresse.
Verglichen mit anderen Disziplinen spielt sich die internationale Fachkommunikation im Bereich DaF noch wenig über das Internet ab. Als fachspezifische deutschsprachige Mailingliste oder Diskussionsgruppe kann man allenfalls das IDV-Netz, ein Diskussionsforum für Deutschlehrer, bezeichnen, daneben gibt es noch einige virtuelle regionale Lektorennetze (Japan, Korea, China). Ein kontinuierlich wachsendes Kontaktnetz von DAAD-Lektoren für DaF-Praktika gibt es an der Universität Mainz. Die verschiedenen online-Indizes von Diskussionslisten (158) - (162) geben nicht wenige, großteils englischsprachige Diskussionsforen zu linguistischen und literaturwissenschaftlichen Spezialgebieten an (z.B. ältere germanische Sprachen, deutsche Geschichte, Weimarer Zeit, women studies, österreichische Literatur, generative Syntax) sowie mehrere allgemeine Linguistik-Foren, unter denen der "Linguist-List" sicher ein führender Platz zukommt, und ein Forum zu Language Learning Technology, aber kein akademisches Diskussionsforum für das Fach Deutsch als Fremdsprache. Auch online-Konferenzen zu Problemen und Bedingungen des Fremdspracherwerbs hat es im deutschsprachigen Raum bisher nicht gegeben.
Für die Form des Fernstudiums scheint das Internet die ideale mediale Lösung zu bieten. Tatsächlich wird zurzeit weltweit in vielen Projekten distance learning via Internet erprobt,[36] so auch für das Sprachenlernen. In Moskau und Tscheljabinsk wurden elektronische Lesekurse "Deutsch im Internet" durchgeführt; in Rio Cuarto, Argentinien werden bewährte Fachsprachen-Lesekurse für Deutsch und Englisch für den Internet-Einsatz aufbereitet und getestet, an den Fernuniversitäten Wellington, Neuseeland und Madrid wird multimediale Software für den online-Fremdsprachenunterricht entwickelt, der amerikanische Deutschlehrerverband verschickt an der Universität Nebraska Fernstudienbriefe zur Fortbildung von Deutschlehrern über den Draht, und in Finnland, wo auf Grund der geringen Zahl von Deutschlernern im schulischen Bereich Lehrwerke für eine Einsatzdauer von mindestens 10 Jahren konzipiert werden, wird das Internet mithilfe eines Listserv für Lehrer zur Aktualisierung der Lehrbuchtexte und zum Erfahrungsaustausch benutzt. (Kurzbeschreibungen dieser und weiterer Projekte finden sich bei der Sektion Multimedia-DaF der IDV-Tagung Amsterdam.)
Dagegen ist das bisher einzige deutsche DaF-Fernstudienprojekt "DaF und Germanistik", ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Institut für Fernstudien (DIFF), der GHK Kassel und dem Goethe-Institut, das Weiterbildung für Germanistikstudenten bietet, im Internet nur mit allgemeinen Informationen zu Zielsetzung, Zielgruppe, Kurstypen und -Inhalten vertreten (178), (179) ; die Studienbriefe werden weiterhin verschickt, bzw. von einem kommerziellen Verlag vertrieben. Wie bewährte Fernstudienzentren die Gestaltungsmöglichkeiten des Internet einsetzen können, zeigt das Beispiel der "Virtuellen Universität" der Fernuniversität Hagen: Der gesamte Lehrbetrieb wird hier über das Netz abgewickelt, Seminarbeiträge der Studierenden werden als HTML-Dokumente verbreitet, Diskussionen über E-mail abgewickelt und bei Vortragspräsentationen werden Echtzeit-Kommunikationswerkzeuge eingesetzt. Das American Center for the Study of Distance Education an der Penn University unterhält gar ein "Distance-Education-Online-Symposium" mit einem elektronischen Journal für Fernlehrende und einem online-Forum zum Thema. Ziel ist die Verbreitung des Fernlernkonzepts und die Einrichtung einschlägiger E-mail-Konferenzen.
Im internationalen Verbundprojekt "TELOS - Telematics Enhanced Language Learning & Tutoring" (Koordination an der Universität Tübingen) wird eine multimediale PC-gestützte Sprachlehr-und -lernumgebung entwickelt und erprobt. Orientiert an einem ganzheitlichen sprachdidaktischen Konzept soll TELOS die Integration neuer Formen des Selbstlernens, teledidaktischer tutorieller Begleitung und traditioneller Formen des Unterrichts fördern. Sprachlehrer sollen individuell auf die Bedürfnisse ihrer Lerner zugeschnittene multimediale Lernmaterialien erstellen oder vorhandene entsprechend multimedial adaptieren können und sie Lernern per CD-Rom oder auf einem Server zur Verfügung stellen. Lerner sollen diese selbständig außerhalb des Unterrrichts bearbeiten. Lerner und Lehrer können per E-mail oder online-Konferenz miteinander und untereinander kommunizieren und gemeinsam auf Materialien zugreifen, Trainingsmanager können für ihr Trainingszentrum Erstellung, online-Beschaffung und Distribution multimedialer Lernmaterialien organisieren und Tutor-Lerner-Gruppen betreuen. Zielgruppe des Prototyps sind Lerner im Bereich der beruflichen und privaten Erwachsenenbildung, insbesondere Firmenangehörige. Mit dem TELOS-Konzept sollen auch Engpässe in den Sprachenzentren vieler europäischer Unternehmen behoben werden und letztlich die Wettbewerbsfähigkeit von mittleren und kleinen Unternehmen auf dem internationalen Markt gefördert werden.
Zum Schluss sollen hier noch einige Server mit einem breiten Angebot zum Thema Deutsche Sprache, Sprachenlernen, Germanistik, CALL u.ä. besprochen werden. Sie sind für Lehrende wie Lernende gleichermaßen wertvolle Quellen, weil sie nicht nur eine Fülle von - im Idealfall gut sortierten und kommentierten - Links versammeln, sondern auch eigene Beiträge, etwa in Form von Bibliographien, Artikeln, Ressourcen, Sprachübungen, kompletten online-Sprachkursen, und über das regionale Angebot in eigener Sache hinaus (Veranstaltungshinweise, Vorlesungsverzeichnisse) auch von überregionalem Interesse sind. Es handelt sich neben den Servern der Verbände und Organisationen (GI, DAAD, IDV, AATG, IIK) um die Server einiger germanistischer Fakultäten im In- und Ausland (Erlangen, Essen, Mainz, Saarbrücken, Alberta-Canada, Helsinki) und - der seltenere Fall - Aktivitäten einzelner DaF-Lehrender. Die hier aufgenommenen Adressen gehorchen weitgehend den von Cölfen/Cölfen/Schmitz (1997) aufgestellten Qualitätskriterien, werden regelmäßig gepflegt und weisen bei den Links eine nachvollziehbare Rubrizierung auf, die den Interessen und Bedürfnissen der angesprochenen Zielgruppe Rechnung trägt.[37] Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Adressierungen der verschiedenen Server sind meist deutlich erkennbar; sie erleichtern wiederum aufgaben- und zielgruppenspezifische Nutzung des Netzes ohne große Zeitverluste.
Wohl am breitesten gefächert ist - entsprechend seiner Aufgaben - das WWW-Angebot des Goethe-Instituts . Neben Informationen und Werbung in eigener Sache (Sprachkurse, Institutsadressen, Lehrerfortbildung) gibt es hier eine Zusammenstellung von knapp beschriebenen online-Materialien für Lerner und Lehrer, ergänzt um eigene Materialien (Internet-Glossar, Hinweise zu Film- und Fernsehen, Tipps zum Umgang mit Deutsche-Welle-Sendungen, eigene Übungspakete und Internet-Projekte zu Pressetexten). Der Schwerpunkt liegt auf sprachdidaktischen Materialien; Ressourcen zur deutschen Sprache und Literatur sind kaum repräsentiert.
Als "eine erste Adresse für Deutsch als Fremdsprache und benachbarte Gebiete" zitieren Cölfen/Cölfen/Schmitz die Universität Alberta, Canada. Dort gibt es nicht nur die elektronische "Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht", sondern auch eine umfangreiche und vorbildlich geordnete und kommentierte "Jump-Station", die immer aktuell ist. Gelistet sind Verbände, Institutionen, Zeitschriften, E-mail-Börsen, Sprach-Ressourcen, Web-Übungen, Literatur und vieles mehr. Den geringeren Anteil machen eigene Texte aus (z.B. eine Hypertext-Präsentation zum Web im Sprachunterricht (Prokop o.J.).
Dagegen zeichnen sich "Lixl-Purcells Web-Trails" gerade durch die vielen individuellen Eigenbeiträge aus, vor allem Übungseinheiten zur Landeskunde und Guided Tours. "Es gibt wohl keinen Platz im Web, wo Informationen über Deutschland sorgfältiger und liebevoller zusammengestellt worden sind." urteilen Cölfen et al. (1997, S. 223). Lixl-Purcell dokumentiert darüber hinaus Workshops und Lehrerfortbildungsseminare zu Lernen mit Neuen Medien, und hat in einem "German Internet Project" ein virtuelles "Multimediales Museum zur deutschen Sprache, Literatur und Kulturgeschichte" aufgebaut, einschließlich eines sehr spielerisch gestalteten "Kinderweb", das sich sicher gut für jugendliche Deutschlerner nutzen lässt.
Auf die von Gölz an der University of Victoria erstellten Kurspakete (German for Beginners) wurde bereits eingegangen; auch für diese Seite gilt, dass sie über das eigene Angebot hinaus ein guter Startpunkt für Exkursionen ins Web ist.
Eine der ästhetisch ansprechendsten Seiten ist die Erlanger "Germanistik im Netz" mit Schwerpunkt auf der literarischen Germanistik. Jede Kategorie enthält nur wenige ausgesuchte, sorgfältig beschriebene Verweise. Mit der Sammlung von literarischen Parodien, der Zusammenstellung von Materialien zu Literatur- und Metapherntheorie, Rhetorik, literarischen Texten im Netz sowie einer Rubrik "Literatur nach Epochen" ist diese Seite eine wahre Fundgrube auch für ausgefallene literarische Interessen.
Das linguistische Pendant zur literaturzentrierten Erlanger Liste ist der Essener Linguistik-Server LINSE. Schwerpunkte sind Linguistik und Neue Medien bzw. Linguistik mit Neuen Medien. Auf dem Server gibt es Bibliographien zu Grundlagen der Linguistik, zu Lernen mit Neuen Medien und zu Hypertext, Diskussionsforen zur Linguistik, Seminararbeiten und eine großzügige Sammlung linguistischer Links. Was den Essener Server aber einzigartig macht, ist die Dokumentation des Projekts "Kunterbunt und Löwenmaul: Multimediale interaktive Lernsoftware für Schule und Linguistik" . Anhand des ersten online-"Lernpäckchens" zur Zeichentheorie bei Bühler und Saussure gewinnt man einen Eindruck davon, wie sich komplexe Sachverhalte mit Neuen Medien anschaulich darstellen lassen.
Weitere empfehlenswerte Server (zu Übersetzen und Dolmetschen (194), (195), zu Wirtschaftsdeutsch, mit regionalem Schwerpunkt Schweiz) sind aus Platzgründen nur unter Nennung des jeweiligen Schwerpunkts im Anhang angeführt und hier nicht weiter kommentiert.
Fußnoten
[Anm.: Durch Anklicken der Fußnotenzahl kommt man zurück zur Textstelle.]
| [32] | Selbst die Jahrestagung des FaDaF im Mai 1997 in Mainz war gegen heutige akademische Gepflogenheiten weder vorher noch nachher im Netz dokumentiert. |
| [33] | Grundsätzlich stehen natürlich mit den online-Katalogen von Universitätsbibliotheken und Bibliotheksverbänden und dem OPAC-Recherchesystem für selbständig erschienene Literatur bequeme Bibliographier-Werkzeuge zur Verfügung. |
| [34] | Eine Zeitspanne von fünf Monaten, wie sie nach Auskunft eines Autors zwischen "Manuskript-"abgabe und Erscheinen in ZIF online lag, entspricht im Schnitt der Hälfte der Zeit, die man erfahrungsgemäß bei Print-Publikationen veranschlagen muss. |
| [35] | Die Kostenersparnis auf Seiten des Produzenten wird dabei wohl allerdings oft überschätzt: Neuerfassungskosten schlagen in Verlagskalkulationen mit nicht mehr als 4% der gesamten Herstellungskosten zu Buche, bei einer Ersparnis von Weiterverarbeitung elektronisch verfügbarer Manuskripte gegenüber vollständiger Neuerfassung des Texts von gerade mal 70% reduziert sich also die Kostenersparnis auf 1% (!). (Zahlen nach Riehm et al. (1992)). Auf der Seite des Benutzers/Lesers kann dagegen die Einsparung ganz erheblich sein, vor allem, wenn man berücksichtigt, dass in Zeiten sinkender Etats viele Bibliotheken sich inzwischen gezwungen sehen, für eine neu abonnierte Zeitschrift ein vorhandenes Abonnement zu kündigen. |
| [36] | Die Chancen, die Datenfernübertragung für eine kostengünstige Weiterbildung bietet, wurden vor allem in der Industrie schnell wahrgenommen, so wurde in Bayern ein Lernnetzwerk zwischen Unternehmen der Metall- und Elektronikindustrie aufgebaut, das vor allem mittelständische Betriebe, die die Kosten für einen eigenen Schulungsapparat nicht aufbringen können, an Weiterbildungsprogrammen partizipieren lassen soll. (vgl. Hahn et al. 1996, S.199) |
| [37] | Gut geeignet für die Gestaltung von Link-Listen sind die in der Konzeption der Kommentierten Webliographie Wirtschaftsdeutsch KWW genannten Kriterien, z.B. aufgabenspezifische Unterlinks statt Verweise auf Grobkategorien wie "Deutsch üben". |
Überarbeitet am 30. August 1999